Erste Schritte nach einer Diagnose

Ich hatte mich aus meiner Sichtweise, etwas Unmöglichem gegenüberzustehen herausbewegt und das Mögliche zumindest einmal für mich persönlich in Betracht ziehen können.

BETTINA Flossmann

Eine Diagnose zu bekommen kann das Zeitraumkontinuum erst einmal komplett auf den Kopf stellen. So war es für mich!
Die Stimme des Arztes schien von weit her zu erklingen, alles war plötzlich ganz dumpf und vollkommen unwirklich. Ich hatte das Gefühl in Zeitlupe in einem schlechten Film gefangen zu sein und all das schien mit mir erst einmal gar nichts zu tun zu haben. Wahrscheinlich eine Art Schutzprogramm, um als Mensch mit einer solchen Ausnahmesituation irgendwie klarzukommen.

Was war in den Tagen nach der Diagnose wirklich wesentlich für mich?

Zunächst einmal zu entscheiden, dass ich mir Zeit für Entscheidungen nehmen wollte!

Man hatte mir das übliche Procedere angeraten: OP, anschließende Bestrahlung, eventuell Chemo und Hormone. Und wenn möglich, dann sollte all das ganz schnell stattfinden, so dass ich keine Zeit verlieren würde.
Es ist nicht leicht, in so einer Situation den als allmächtig und allwissend erscheinenden Ärzten nicht jedes Wort zu glauben und nicht zu allem Ja und Amen zu sagen.
Doch es lohnt sich das, was gesagt wird, zu hinterfragen und sich selbst zu informieren.
Ja, alleine das Wort Krebs löst in den meisten von uns Angst aus und innere Bilder von Siechtum, kahlen und blassen Köpfen und einem unausweichlichen Tod sind automatisch in unserem kollektiven Bewusstsein abgespeichert. Geschürt durch Medienberichte, wer gerade wieder im Kampf gegen den Krebs verstorben ist und zahlreichen Hollywoodschnulzen, die eben diese Vorstellungen von einem Menschen, der an Krebs erkrankt ist, untermauern. Ein Thema, das mit Schrecken und Ohnmacht verknüpft ist.

Eigenverantwortlich eine Entscheidung über den nächsten Schritt zu treffen.

Zu fühlen, dass nicht über einen entschieden wird, sondern dass man dies selbst tut.
Sich Zeit zu geben und nicht in übereiltes Handeln zu stürzen.
Ein Tumor entsteht nicht von heute auf morgen und also gibt es bei fast jeder Krebserkrankung ein Zeitfenster, in dem erst einmal innegehalten werden darf, um zu erspüren, was sich für einen selbst wirklich stimmig anfühlt.
Auch ist es wichtig zu wissen, dass es sich erst einmal *nur* um eine Diagnose und keine Prognose handelt. Kein Arzt sollte in meinem Empfinden Prognosen abgeben. Denn kein Arzt kann wissen, wie lange jemand tatsächlich leben wird. Wir Menschen sind keine Statistik, unsere Körper stets in Veränderung und ein Krebs, der gekommen ist, kann auch wieder *gehen*. Es gibt zahlreiche Heilungsgeschichten, die dies bestätigen!

Achtsame & zielgerichtete Informationen als Weg aus der Ohnmacht.

Zu erkennen, dass es nicht nur die von der Schulmedizin angeratenen Optionen gibt, sondern wahrlich vielfältigste, andere Möglichkeiten!
Ich musste zunächst einmal gar nicht wissen, ob es unter all diesen anderen Möglichkeiten eine gäbe, die bei mir funktionierte.
Allein das Erkennen all dieser potentiellen Wege hat mir erst einmal voll und ganz ausgereicht, um mich eben nicht mehr ohnmächtig und ausgeliefert zu fühlen. Ich begann Mut zu schöpfen, da ich erkannte, dass ich andere Wege gehen könnte.Und so begann ich mich achtsam zu informieren.
Ich las viele Heilungsgeschichten über Menschen, die wieder vollkommen gesund geworden sind und durch meine Recherchen hatte ich etwas ganz Wesentliches erfahren: Ich hatte mich aus meiner Sichtweise, etwas Unmöglichem gegenüberzustehen herausbewegt und das Mögliche zumindest einmal für mich persönlich in Betracht ziehen können. Und das war alles, was es zu diesem Zeitpunkt brauchte, um mich dann auf meinen ganz eigenen Weg der Heilung zu machen.

Der Weg zuM Heilsein

Empfehle meine Beiträge gerne weiter. Dankeschön.