Selbstheilung – was bedeutet das für mich?

von Bettina | März 4, 2021 | Bewusstsein, Eigenverantwortung, Selbstheilung

Im bewussten Sein kann ich in jedem Augenblick neu entscheiden, ob ich weiterhin den Stimmen der Angst gehorchen möchte oder eben nicht.

BETTINA Flossmann

Selbstheilung – was ist das eigentlich?

Ich würde behaupten, dass unterschiedliche Menschen ganz unterschiedliche Dinge damit verknüpfen. Bedeutet Selbstheilung einfach „nur“, dass ich - und da taucht schon die Frage auf ... wer ist denn dieses »ich«? - meinen Körper von einer Krankheit heile? Oder geht es dabei um ein tieferes, allumfassenderes Heilsein, einen Frieden, der mit den äußeren Umständen und damit auch mit etwaigen Symptomen im Körper rein gar nichts zu tun hat, da dieser Frieden jenseits der Identifikation mit dem Körper immer schon da ist?

Für mich persönlich ist Selbstheilung gleichbedeutend mit *Aufwachen*

Einem Aufwachen aus dem Tiefschlaf und der Überzeugung, dass das Leben und ich voneinander getrennt sind, dass ich hier und das Leben da Draußen ist. Dass Leben mir widerfährt und ich dem, was ich als Leben erfahre, ohnmächtig ausgeliefert bin. Es bedeutet, dass ich bereit bin, mich aus meinem eigenen Gefängnis von Ängsten und unhinterfragten Denkgewohnheiten zu befreien. Und es bedeutet auch, dass ich erkenne, dass ich jenseits des Körpers und den *Geschichten* der Bettina - als Persona - ein unendliches und unbegrenztes Wesen bin. Bewusstsein, Göttin, reine Seele, Quelle - wie auch immer dies die/der Einzelne benennen möchte.

Wie viele Jahre schon habe ich eben diese Worte in Büchern gelesen, habe zwar irgendwo gedacht: »Ja, so ist es.» Doch hat sich dadurch etwas in mir verändert? Jein. Informationen sind durchaus wichtig, doch noch wichtiger ist das, was ich mit diesen Informationen »mache«! Bleiben sie einfach nur schlaue Konzepte in meinem Kopf, oder entscheide ich mich dafür, diese Informationen umzusetzen, zu leben, eigene Erfahrungen zu machen und also das zu sein, was ich zwar glaube zu sein, jedoch noch nicht bin? Lebe ich weiterhin in Angst, oder beginne ich dieses Jahrtausende alten Programme von Angst, Gewalt, Lüge und Täuschung zu durchschauen und mich bewusst von ihnen zu lösen?

Und wenn ich von Durchschauen spreche, dann meine ich in mir! Wir *Menschlein* schauen oftmals allzu gerne nach da Draußen und glauben, dass wir machtlos und kleine Würstchen sind und die Welt eben so ist, wie sie ist. Das Gewohnte ist uns vertraut und vermittelt Sicherheit. Diese vermeintliche Sicherheit ist zwar eine Illusion – doch uns ist ja manchmal jeder Strohhalm recht.

Sogenannte Selbstheilung beginnt und »endet« in mir!

Meine persönliche Erfahrung ist die, dass niemand und nichts im Außen mich heilt bwz. heilen kann, da Heilung für mich persönlich etwas mit Bewusstwerdung zu tun hat. Zwar kann ich mich vom Außen inspirieren lassen, doch ob ich bewusst bin oder nicht, das hängt einzig von mir ab! Wie oft schon war ich auf einem tollen Seminar, oder bei einem Heiler und schwuppdiewupp bin ich anschließend doch wieder in meine mir vertrauten Angstprogramme hineingerutscht. Einer unweigerlichen Konsequenz daraus, wenn ich in meinem Kopf lebe und meinem Verstand all den Blödsinn glaube, den er mir so gerne erzählt. Jedoch übe ich! Ich übe mich darin, bewusst zu SEIN.

Und in diesem BewusstSEIN kann ich in jedem Augenblick neu entscheiden, ob ich weiterhin meinen Stimmen der Angst gehorchen möchte, oder eben nicht. Und umso mehr ich übe, einfach DA zu sein – verankert im Sein und nicht im Verstand – umso stiller ist es in mir. In diesen Augenblicken erlebe ich Frieden. Und das wundervolle Resultat ist, dass sich mein Körper freut, sich entspannt und somit heilt! Seine Ressourcen sind endlich frei und er kann das tun, was für ihn absolut natürlich ist. Nämlich, sich selbst zu heilen!

Selbstheilung ist das, was geschieht, wenn ich - als Persona / kleines *Ego* - beiseite trete! So sei es.

Körper

Ich habe einen wundervollen Körper, doch ich bin nicht dieser Körper.

Denken

Ich habe Gedanken, doch ich bin nicht meine Gedanken.

Emotionen

Ich habe Emotionen, doch ich bin nicht meine Emotionen.

Was du glaubst, bestimmt deine Realität – wie deine Überzeugungen dein Leben erschaffen

Bettina Flossmann

Warum deine Überzeugungen dein Leben stärker prägen, als du vielleicht ahnst.

Jeder von uns lebt in einer Welt, die tatsächlich nicht nur aus Fakten besteht, sondern vor allem aus Bedeutungen. Bedeutungen, die wir den Dingen geben. Wir erleben das Leben nicht so, wie es ist – wir erleben es so, wie wir es glauben, dass es ist. Das mag zunächst ungewöhnlich klingen. Doch wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir: Unsere Überzeugungen wirken wie ein unsichtbarer Filter. Sie bestimmen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, welche Möglichkeiten wir erkennen, wie wir Situationen bewerten und welche Entscheidungen wir treffen.

Mit anderen Worten: Das, was du glaubst, erschafft die Realität, die du jeden Tag erlebst.

Deshalb beginnt jede tiefgreifende Veränderung nicht im Außen, sondern in dir. Mit einer einzigen Frage:

Was möchte ich heute glauben?

Die Geschichten, die wir über uns selbst erzählen

Kein Mensch kommt mit der Überzeugung auf die Welt, nicht gut genug zu sein. Niemand wird geboren mit dem Glauben, dass das Leben schwer ist, dass der Körper gegen ihn arbeitet oder dass er seinen Umständen hilflos ausgeliefert ist.
Diese Überzeugungen entstehen im Laufe unseres Lebens – durch Erfahrungen, durch unsere Erziehung, durch Aussagen anderer Menschen, durch Enttäuschungen, durch Diagnosen und durch all das, was wir im Laufe unseres Lebens erlebt haben. Irgendwann hören wir auf, sie zu hinterfragen. Wir halten sie für die Wahrheit.

Doch sind sie das wirklich? Oder sind sie lediglich Geschichten, die wir uns so oft erzählt haben, bis sie sich wie Wahrheit angefühlt haben?

Überzeugungen erschaffen Erfahrungen

Vielleicht kennst du das: Du möchtest dir ein bestimmtes Auto kaufen und plötzlich scheint genau dieses Modell überall unterwegs zu sein. Nicht, weil es vorher nicht da war, sondern weil dein Gehirn entschieden hat, dass es jetzt wichtig ist.

Genauso funktionieren unsere Überzeugungen. Unser Gehirn sucht ununterbrochen nach Beweisen für das, was wir bereits glauben.

Wenn du glaubst, dass das Leben schwer ist, wirst du vor allem die Situationen wahrnehmen, die genau das bestätigen. Wenn du glaubst, dass Menschen egoistisch sind, wirst du genau diesen Menschen besonders viel Aufmerksamkeit schenken. Und wenn du glaubst, dass dein Körper gegen dich arbeitet, wirst du jede Beschwerde als weiteren Beweis dafür sehen.

Gleichzeitig blendest du unbewusst all jene Erfahrungen aus, die eine ganz andere Geschichte erzählen könnten. Nicht, weil sie nicht existieren, sondern weil dein innerer Filter sie gar nicht erst wahrnimmt.

Wer bist du wirklich?

Vielleicht ist das die wichtigste Frage überhaupt.

Bist du deine Vergangenheit? Bist du deine Gedanken? Bist du deine Gefühle? Bist du deine Diagnose?

Oder bist du etwas viel Größeres?

Ich bin davon überzeugt, dass wir in unserem tiefsten Wesen Bewusstsein sind. Nicht unsere Gedanken. Nicht unsere Geschichte. Nicht unser Körper. Sondern Bewusstsein. Und genau deshalb besitzen wir eine wunderbare Fähigkeit: Wir können unsere Gedanken beobachten, anstatt ihnen blind zu folgen.

In dem Moment, in dem du einen Gedanken wahrnimmst, geschieht etwas Entscheidendes. Du erkennst: Ich habe diesen Gedanken – aber ich bin nicht dieser Gedanke.

Allein diese Erkenntnis kann unglaublich befreiend sein.

Gerade in Krisen zeigt sich, woran wir glauben

Eine schwere Diagnose, eine Trennung oder eine andere Lebenskrise bringt oft unsere tiefsten Überzeugungen an die Oberfläche.

Plötzlich tauchen Gedanken auf wie: Warum passiert mir das? Mein Körper hat mich im Stich gelassen. Jetzt ist alles vorbei. Ich habe keine Kontrolle mehr.

Doch genau dann dürfen wir innehalten. Nicht, um die Situation schönzureden oder schwierige Gefühle wegzuschieben. Sondern um uns zu fragen: Welche Geschichte erzähle ich mir gerade über mich selbst?

Denn häufig leiden wir nicht nur unter den äußeren Umständen. Wir leiden vor allem unter der Bedeutung, die wir ihnen geben.

Die Kraft der bewussten Entscheidung

Viele Menschen warten darauf, dass sich ihr Leben verändert. Dass die Angst verschwindet. Dass sie sich endlich bereit fühlen. Dass irgendwann der richtige Zeitpunkt kommt.

Doch wirkliche Veränderung beginnt nicht im Außen.

Sie beginnt stets mit einer Entscheidung.

Mit der Entscheidung, nicht länger alles zu glauben, was der Verstand erzählt. Mit der Entscheidung, neue Möglichkeiten zu empfangen. Mit der Entscheidung, sich nicht länger ausschließlich über die Vergangenheit zu definieren.

Jeder neue Gedanke ist wie ein Samen. Je öfter du ihn denkst, desto stärker wird er. Irgendwann wächst daraus eine neue Überzeugung. Aus einer neuen Überzeugung entsteht eine neue Identität. Und aus einer neuen Identität heraus triffst du ganz selbstverständlich andere Entscheidungen.

Deine Identität bestimmt dein Leben

Wir verändern unser Leben nicht dauerhaft dadurch, dass wir einfach nur anders handeln. Wir verändern unser Leben, indem wir verändern, wer wir glauben zu sein.

Solange ein Mensch tief in sich überzeugt ist: Ich bin Opfer meiner Umstände, wird er immer wieder Entscheidungen treffen, die genau dieses Selbstbild bestätigen.

Beginnt derselbe Mensch jedoch zu erkennen: Ich bin ein bewusster Schöpfer meines Erlebens, verändert sich etwas Grundlegendes. Nicht, weil plötzlich alle Probleme verschwinden. Sondern weil er ihnen aus einem völlig neuen Bewusstsein begegnet.

Und genau darin liegt der wahre Wendepunkt.

Was wäre, wenn dein Körper nicht gegen dich arbeitet?

Gerade nach einer Erkrankung höre ich häufig Sätze wie: Mein Körper hat versagt. Oder: Er macht einfach nicht mehr mit.

Doch was wäre, wenn dein Körper jeden Tag sein Bestes gibt?

Was wäre, wenn selbst Symptome nicht dein Feind wären, sondern Signale? Was wäre, wenn dein Körper nicht gegen dich kämpft, sondern ununterbrochen versucht, dich am Leben zu erhalten?

Allein diese neue Sichtweise kann den Blick auf Gesundheit grundlegend verändern. Denn aus Kampf entsteht keine Heilung. Aus Verständnis hingegen kann etwas Neues wachsen.

Neue Überzeugungen brauchen Erfahrung

Es reicht nicht aus, sich morgens vor den Spiegel zu stellen und sich positive Sätze vorzusagen. Neue Überzeugungen entstehen nicht durch positives Denken allein. Sie entstehen durch Bewusstheit. Durch ehrliches Hinschauen. Durch neue Erfahrungen. Und durch die Bereitschaft, immer wieder neu zu wählen.

Jeden einzelnen Tag.

Welche Welt möchtest du erschaffen?

Vielleicht ist heute der richtige Moment, dir selbst einige Fragen zu stellen:

• Welche Überzeugungen bestimmen mein Leben?
• Welche davon habe ich niemals bewusst gewählt?
• Welche Geschichten über mich selbst erzähle ich seit Jahren?
• Welche davon dienen mir heute nicht mehr?
• Woran möchte ich stattdessen glauben?

Vielleicht entscheidest du dich heute für ein paar neue Überzeugungen?

Ich glaube, dass Heilung möglich ist.
Ich glaube, dass in mir mehr Kraft lebt, als ich bisher genutzt habe.
Ich glaube, dass mein Körper jeden Tag sein Bestes gibt.
Ich glaube, dass das Leben mich trägt.
Ich glaube, dass ich nicht meine Vergangenheit bin.
Ich glaube, dass ich Bewusstsein bin.
Ich glaube, dass ich Schöpfer meines Erlebens bin.

Eine Einladung zum Schluss

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen, die an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen. Menschen, die sich nicht länger über ihre Ängste, ihre Geschichte oder eine Diagnose definieren möchten, sondern sich erinnern wollen, wer sie in ihrem tiefsten Wesen wirklich sind.

Denn genau dort beginnt für mich HeilSein.

Nicht mit dem Kampf gegen etwas, sondern mit der Rückverbindung zu dem, was wir immer waren.

Vielleicht verändert ein neuer Glaube nicht von heute auf morgen dein ganzes Leben. Doch er verändert den Menschen, der dieses Leben lebt. Und manchmal genügt genau das, damit sich nach und nach alles verändert.

Deshalb möchte ich dir zum Abschluss nur eine einzige Frage mitgeben:

Wenn du heute einen einzigen alten Glaubenssatz loslassen und durch einen neuen ersetzen könntest – welcher wäre das?

Ich bin

machtvoll.

Ich bin

unbegrenzt.

Ich bin

göttlich.